Der erste Eindruck zählt – und genau deshalb ist ein Bewerbungsgespräch für viele junge Menschen eine besondere Herausforderung. Was erwartet mich? Welche Fragen werden gestellt? Wie präsentiere ich mich authentisch?
Beim Bewerbertraining am Friedrich-List-Berufskolleg in Hamm unterstützten Yvonne Halbach und Milena Schüerhoff die Schülerinnen und Schüler dabei, Antworten auf genau diese Fragen zu finden. Mit praktischen Übungen, ehrlichem Feedback und echten Bewerbungssituationen wurde aus anfänglicher Unsicherheit Schritt für Schritt mehr Selbstvertrauen.
Erst beobachten, dann selbst ausprobieren
Zu Beginn des Workshops ging es zunächst darum, gemeinsam ins Thema einzusteigen. Welche Erfahrungen bringen die Schülerinnen und Schüler bereits mit? Welche Erwartungen haben sie an den Tag?
Anschließend stand eine Gruppendiskussion auf dem Programm. Während eine Gruppe eine Aufgabenstellung bearbeitete und diskutierte, beobachtete die andere aufmerksam das Geschehen. Dabei lautete die zentrale Frage:
Worauf achten Personalverantwortliche eigentlich während eines Auswahlgesprächs?
Gemeinsam wurden Beobachtungskriterien gesammelt und anschließend ausgewertet. So entstand ein Perspektivwechsel: Die Schülerinnen und Schüler lernten, Bewerbungsgespräche einmal mit den Augen eines Arbeitgebers zu betrachten.
Zwei Bewerbungsgespräche – und ein großer Unterschied
Den größten Lerneffekt boten die simulierten Einzelinterviews.
Im ersten Durchgang gingen die Schülerinnen und Schüler ohne Vorbereitung in das Gespräch. Typische Fragen wie
- Was wissen Sie über unser Unternehmen?
- Warum haben Sie sich bei uns beworben?
- Welche Fragen haben Sie an uns?
zeigten schnell, an welchen Stellen noch Unsicherheiten bestanden.
Anschließend erhielten alle ausführliches Feedback zum Gesprächseinstieg, zum Auftreten und zur Gesprächsführung. Danach arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen weiter: Sie recherchierten Informationen über das Berufsbild der Kauffrau beziehungsweise des Kaufmanns für Büromanagement sowie über die BAG Bankaktiengesellschaft und bereiteten sich gezielt auf das zweite Interview vor.
Mit Erfolg.
Im zweiten Gespräch wirkten viele deutlich sicherer, strukturierter und selbstbewusster – ein sichtbarer Beweis dafür, wie wertvoll gute Vorbereitung sein kann.
Mut gehört oft zum ersten Schritt
Besonders in Erinnerung geblieben sind Milena die unterschiedlichen Persönlichkeiten innerhalb der Klasse. Während einige Schülerinnen und Schüler sehr aktiv mitarbeiteten und sich sofort auf die Übungen einließen, brauchten andere zunächst etwas Zeit. Besonders schön war zu sehen, dass sich auch diejenigen trauten, ein Bewerbungsgespräch zu führen, die anfangs noch gezögert hatten.
Gerade diese Erfahrungen machen ein Bewerbertraining so wertvoll: Es geht nicht darum, perfekt zu sein – sondern darum, sich auszuprobieren und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen.
Authentisch bleiben statt eine Rolle spielen
Neben praktischen Tipps zu Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgesprächen stand am Ende vor allem eine Botschaft im Mittelpunkt: Ein Bewerbungsgespräch ist kein Verhör. Es ist ein gegenseitiges Kennenlernen.
Nicht nur Unternehmen entscheiden, wer zu ihnen passt – auch Bewerberinnen und Bewerber finden heraus, ob ein Arbeitgeber ihren Vorstellungen entspricht. Deshalb lautet der wichtigste Rat von Yvonne und Milena:
„Verstellt euch nicht. Wer authentisch auftritt, zeigt am besten, wer er oder sie wirklich ist. Genau darum geht es in einem Bewerbungsgespräch.“
Nachwuchsförderung gehört zu unserer Arbeitgeberkultur
Als Arbeitgeber ist es uns wichtig, junge Menschen frühzeitig auf ihrem Berufsweg zu begleiten – unabhängig davon, ob sie sich später bei der BAG bewerben oder einen anderen Weg einschlagen. Bewerbertrainings wie dieses vermitteln Sicherheit, bauen Hemmungen ab und geben praktische Erfahrungen, die weit über den Unterricht hinausgehen.
Wir bedanken uns beim Friedrich-List-Berufskolleg für die gute Zusammenarbeit und wünschen allen Schülerinnen und Schülern viel Erfolg für ihren weiteren Weg.
Ausbildung und duales Studium bei der BAG
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